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Tierernährung

Ziegen

Ziegen

Ziegen

Einleitung

Ziegen gehören zu der Gruppe der Wiederkäuer und sind somit in der Lage, Kohlenhydrate wie z.B. Zellulose als Nahrung umzusetzen, die für andere Säugetiere unverdaulich sind.

Ziegen bevorzugen rohfaserreiches Futter wie Laub, Sträucher, Rinde und Holz. Aufgrund der im Pansen vorhandenen Mikroorganismen können sie diese Futtermittel aufschließen und verwerten.

So gelten Ziegen als anspruchslose Tiere. Aber auch Ziegen erzielen mit nährstoffarmen Futtermitteln nur eine geringe Leistung. Hohe Leistungen können nur mit konzentrierten Futterrationen erreicht werden.

Desweiteren sollten bei der Futteraufnahme einige gewisse Eigenheiten der Ziege berücksichtigt werden. Die Ziege zeigt ein sehr wählerisches Verhalten bei der Raufutteraufnahme. So werden die Blätter den Stängeln vorgezogen und innerhalb der Stängel werden diejenigen mit dem geringsten Rohfasergehalt ausgesucht. Aus dieser Eigenheit ergibt sich, dass der Energie- und Proteingehalt des aufgenommenen Futters je nach Ration und Höhe der Futterreste 5 bis 20% über demjenigen des vorgelegten Futters liegt (ALP aktuell 2004 Nr. 16 Milchziegen bedarfsgerecht füttern, Jürg Kessler).

Ausserdem sollten rasche Futterumstellungen wie z. B. eine zu schnelle Steigerung der Kraftfuttermenge vermieden werden, da sie zu ernsthaften Verdauungsstörungen bei der Ziege führt.

Grundsätzlich sollten folgende Kriterien bei der Fütterung berücksichtigt werden:

  • • gute Futterqualität
  • • zuerst Raufutter, dann Kraftfutter
  • • Kraftfutter in kleinen Mengen verabreichen (ca. 200-300g/Mahlzeit)
  • • Futter rund um die Uhr zur freien Verfügung
  • • Futterumstellungen stufenweise vornehmen